Alles, was du über das Fasten wissen solltest

February 9, 2018

 

 

Einst ein religiöser Brauch, ist das Fasten längst zum Gesundheits-Trend geworden. Wir erklären, was dahinter steckt, worauf beim Heilfasten zu achten ist und welche nachhaltigen Ideen es für die Fastenzeit gibt.

 

Was ist Fasten eigentlich? Sowohl Heilfasten als auch der religiöse Brauch – ist der freiwillige und bewusste Verzicht auf Nahrungs- oder Genussmittel für einen bestimmten Zeitraum. Dabei kann entweder vollständig verzichtet werden oder nur auf einzelne Dinge. Der Klassiker sind Süßigkeiten, Fleisch, Alkohol oder das Rauchen für eine gewisse Zeit zu entbehren. 

 

Neben dem religiösen Fasten gibt es das sogenannte Heilfasten, das sich immer größerer Beliebtheit erfreut. Schon der griechische Arzt Hippokrates soll vor fast zweieinhalb Jahrtausenden von dieser Heilmethode gesprochen haben. Die Heilfastenkur soll der Entschlackung des Körpers und/oder der Reinigung der Seele dienen.

 

Heilfasten ist in den vergangenen Jahren zu einem richtigen Trend geworden - Fastenkuren werden immer beliebter. In Deutschland bieten einige Krankenhäuser und Kliniken Heilfasten als Fastentherapien an. Die Ärztegesellschaft Heilfasten und Ernährung e. V. (ÄGHE) schätzt, dass jährlich rund 10.000 Patienten eine Heilfastenkur machen.

 

Auch wie bei den religiösen Gründen sind die  Gründe für das Heilfasten ganz unterschiedlich: Während einige Menschen gezielt bei bestimmten Krankheiten fasten, wenden andere das Heilfasten zur „Entgiftung“ des Körpers und der Seele an. Manch einer nutzt das Heilfasten auch als Diät und versucht, durch die Fastenkur abzunehmen.

 

2018 liegt der Beginn der sechswöchigen Fastenzeit (40 Tage) am 18. Februar, das Ende der Fastenzeit ist 29. März. Es ist nicht ratsam, über die komplette Dauer der „Fastenzeit“ streng zu fasten. Wer eine Heilfastenkur, einen Fastenurlaub oder ein Fastentag macht, tut das aber meist ganz unabhängig von der traditionellen Fastenzeit und eher für einen Zeitraum von 7-14 Tagen. 

 

 

 

Zu sich selbst finden: Fastenurlaub, Fastenwandern

 

Viele Menschen verbinden das Fasten mit einer Auszeit vom Alltag. Die Möglichkeit, ganz bewusst und ohne Alltagsstress zur Ruhe zu kommen und zu sich selbst zu finden, bietet ein Fastenurlaub – beispielsweise beim Fastenwandern: Einige Tage lang verzichtet man auf Nahrung und wandert durch die Natur. Oft wird nach Buchinger gefastet, einige Veranstalter bieten aber auch Rohkost-Fasten, Smoothie-Fasten oder Basen-Fasten an. Informiere dich einfach mal im Internet, welche Form für dich die passende sein könnte. 

 

 

 

9 Tipps zum alternativen Fasten

 

Auf jegliche Nahrung zu verzichten, ist der Fasten-Klassiker. Wenn dir der vollständige Verzicht von jeglicher Nahrung zu extrem ist, könntest du auch einfach die Fastenzeit nutzen, um auf bestimmte Lebensmittel zu verzichten.

Hier sind 9 nachhaltige Vorschläge:

 

1. Iss nur regionale Lebensmittel – am besten auch nur solche, die saisonal aus regionaler Lagerung stammen. Überlege dir, auf welche Region du dich begrenzen möchtest: deinen Landkreis, einen Radius von 150 Kilometern, dein Bundesland oder ganz Deutschland? Wenn du wirklich konsequent bist, wirst du auf einiges verzichten müssen – doch du kannst diese Chance auch nutzen, um bewusst herauszufinden, was wann um dich herum wächst und produziert wird. Wenn du Zugang zu einem Wochenmarkt hast, informiere dich am besten vor Ort, was gerade Saison hat. 

 

2. Iss kein Fleisch. Für einige Zeit mal weniger Fleisch zu essen, ist gut für die Umwelt und deine Gesundheit. 

 

3. Oder du gehst noch einen Schritt weiter und probierst, dich für ein paar Wochen  vegane zu ernähren. Einen Versuch ist es wert, oder? Und es gibt heutzutage divvied tolle vegane Blogs. Justinkeptcalmandwentvegan zum Beispiel ist ein toller, vielseitiger Blog rund um vegane Mode und vegane Rezepte. 

 

4. Kaufe nur Bio-Produkte ein. Viel zu teuer, denkst du dir jetzt vielleicht. Doch stimmt das wirklich? Probiere es einfach mal aus. Oft ist es gar nicht wirklich teurer saisonale Lebensmittel auf dem Markt zu kaufen. (Und wenn du schon dabei bist, nimm einige Stoffbeutel mit, so sparst du dir auch gleich noch die Plastiktüte für den Spinat.)

 

5. Iss keine verarbeiteten Produkte. Frisches selbstgekochtes Essen ist gesünder, umweltschonender und leckerer als industriell verarbeitete Lebensmittel.

 

6. Halte dich an die 5-am-Tag-Regel: Jeden Tag zwei Hände voll Obst und drei Hände voll Gemüse. Das ist eigentlich eine ganz einfache Regel!

 

7. Kaufe nur Fair-Trade-Produkte. Sicher wird dein Einkauf etwas aufwändiger und vielleicht musst du auch auf ein paar Dinge verzichten. Aber beim Fasten geht es ja gerade um den bewussten Verzicht!

 

8. Kaufe nur unverpackte Lebensmittel ein – sozusagen Plastik- und Müll-Fasten. Das erfordert zwar ein kleines bisschen Aufwand und Vorbereitung, aber wenn Fasten einfach wäre, würde es jeder machen!

 

9. Meditiere vor jedem Essen. Das nach Innenhorchen, hilft deine Gefühle und Emotionen bewusster wahrzunehmen. Dies kann wiederum helfen, deine Essgewohnheiten besser zu verstehen und genussvoller zu konsumieren. 

Egal ob du ganz, teilweise oder gar nicht Fasten wirst dieses Jahr, sich seinen (Lebensmittel-) Konsum einfach mal bewusst vor Augen zu führen. 

 

In diesem Sinne, Namaste!“

 

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