Mehr Spiritualität ganz einfach in den Alltag integrieren

April 21, 2017

 

Wer bereits die ein oder andere Yoga Stunde besucht hat, wird früher oder später über den Begriff „Spiritualität“ stolpern bzw. diesem begegnen. Spiritualität wird mittlerweile fast so inflationär benutzt wie das Wort Detox. Das ist weder gut noch schlecht.

 

Vielerorts wird reichlich über das Thema gelesen, diskutiert und nachgedacht. Theorie an und für sich ist ja ganz nett. Um aber Spiritualität im Leben zu integrieren, muss sie auch über die Yogamatte hinaus praktiziert und vor allem gelebt werden

 

Yoga ist im Mainstream angekommen und viele Menschen praktizieren mehrmals wöchentlich Yoga. Sie meditieren über die Unendlichkeit des Universums. In den wenigsten Fällen tragen sie ihre Praxis und die daraus gewonnenen Erkenntnisse über ihre Yogamatte hinaus mit sich. Auch das ist weder gut noch schlecht. Es ist eher ein Verlust von Synergien. Und das wiederum ist schade. 

 

Erleuchtung fällt nicht vom Himmel. Und das ist auch gut so. Yoga ist eine Lebenseinstellung - nichts, was man sich kaufen kann und dann besitzt. Die nachfolgenden fünf Tipps können dir vielleicht eine Art Anker sein, um Spiritualität leichter in den Alltag zu integrieren.

 

 

 

 

 

 

Bewusste Wahl deiner Worte + Gedanken

 

Achte auf Deine Gedanken, denn sie werden Worte. 
Achte auf Deine Worte, denn sie werden Handlungen. 
Achte auf Deine Handlungen, denn sie werden Gewohnheiten. 
Achte auf Deine Gewohnheiten, denn sie werden Dein Charakter. 
Achte auf Deinen Charakter, denn er wird Dein Schicksal. Talmund

 

 

Alles, was du sagst aber auch denkst, kreiert eine Schwingung in der Welt. Die Kraft unserer Gedanken ist immens. Lästereien und Boshaftigkeiten bringen dich nicht weiter. Statt andere schlecht zu machen, fange immer erst bei dir an. Oft ist das, was wir in anderen ablehnen, nur eine Projektion unserer eigenen Ängste. Je mehr du darauf achtest, nicht schlecht über Dritte zu reden und auch Gedanken dieser Art zu ignorieren, desto klarer, fokussierter und besser wirst du dich fühlen. Und deinem Karma Konto werden einige Punkte gutgeschrieben. 

 

 

 

Großzügigkeit statt Nörgelei

Und damit ist nicht gleich finanzielle Großzügigkeit gemeint. Großzügigkeit zu leben ist einfacher als du vielleicht im ersten Moment denkst. Wenn du genau hinschaust, findest du sie schon in ganz vielen einfachen Gesten des Alltags: ein nettes Lächeln, eine sanfte Berührung, ein aufmunterndes Wort. Platz machen, wenn die Yogaklasse schon sehr voll ist und jemand nachrücken möchte. Oder die gestresste Mutter mit dem heulenden Kind an der Kasse vorlassen. All das sind Gesten der Großzügigkeit. Du wirst schnell merken, dass du wacher und empfänglicher für deine Umgebung wirst und bekommst dabei die Möglichkeit, dich ganz nebenbei in Achtsamkeit zu üben.

 

 

 

Zuhören statt totquatschen

Vielleicht kennst du sie auch, diese eine Freundin, die sich selber am Allerliebsten reden hört? Andersherum gefragt: Hast du schon einmal einen richtig guten Zuhörer gehabt? Der ohne ständig Ratschläge und Tipps geben zu wollen, dir einfach nur zugehört hat? Ohne Wertung und Manipulation. Wir alle wollen gesehen und gehört werden. Jemanden zu kennen, der dich wirklich sieht und hört, ist Gold wert. Wer kennt das nicht - leider sind wir so häufig abgelenkt, nie wirklich ganz bei einer Sache. Übe das Zuhören und du wirst reich beschenkt werden. Sei ganz für dein Gegenüber da. Es ist eine Disziplin, eine wirklich gute spirituelle Übung, die sich jederzeit in deinen Alltag integrieren lässt.

 

 

 

 

Wertschätzung anderer + ihrer Leistungen

Du musst keinen Friedensnobelpreis verleihen. Aber sicherlich gibt es Personen in deinem Umfeld, die dich inspirieren. Zeige ihnen deine Anerkennung. Oft wissen diese Menschen überhaupt nicht, dass sie für uns ein Lichtblick sind. Jemand, der anderen Anerkennung für ihre Arbeit, ihr Dasein oder ihr Handeln schenken kann, der zeigt wahre Stärke. Weg vom Konkurrenzkampf hin zu mehr Empathie. Nur gemeinsam sind wir stark.

 

 

 

Integration statt Ignorieren

Das Thema Integration ist mit der Flüchtlingskrise noch einmal mehr in den Fokus gerückt. Aber nicht nur die Integration von Flüchtlingen ist wichtig. In allen von uns schlummert die Angst, vergessen zu werden und zu kurz zu kommen: Yoga Retreats, in Yoga Ausbildungen, auf der Arbeit oder in Familien gibt es immer jemanden, der ausgeschlossen wird oder sich selbst nicht integriert. Auch wenn es anfänglich beschwerlich erscheint, öffne deine Arme und dein Herz. Lade diesen Menschen ein, am Geschehen teilzunehmen. Du weißt nie, wann du das nächste Mal derjenige sein wirst, der ausgeschlossen ist. 

 

 

 

Nimm dir doch einen Punkt für die kommende Woche vor und versuche ihn umzusetzen. Ein eleganter Handstand oder stundenlange Meditation im Lotussitz machen uns noch nicht zu besseren Menschen.

 

Und immer daran denken: Du musst nicht gleich die ganze Welt retten, um ein spiritueller Mensch zu sein. Auch Rom wurde nicht an einem Tag gebaut. Ein Plädoyer um wieder kleinere Brötchen zu backen. Dafür mit einer extra Portion Liebe.

 

 

 

Namaste und einen schönen Start ins Wochenende! 

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