Nie wieder Müll

August 16, 2016

 

 

 

 

Seit einiger Zeit bekommt man bei Rewe keine Plastiktüten mehr. Der Grund: Im Jahr verkauft die Supermarktkette 140 Millionen EinkaufstütenStattdessen sollen nur noch Stofftragtaschen und Papiertüten verkauft werden. Wobei der Verkauf von Papiertüten ebenso in der Kritik steht.

 

Wenn man anfängt, über den Verbrauch von Plastik nachzudenken, fällt schnell auf, dass es riesige Mengen sind. Es fängt bei der Verpackung von Tee, Keksen oder Müsli an. Die erste Schicht besteht meistens aus Papier, die Zweite, in der das Produkt zusätzlich geschützt wird, ist aus Plastik. Viele Deutsche sind inzwischen mit ihrem Rucksack oder Jutebeutel unterwegs. Dennoch ist der Verbrauch an Plastik noch immens.

 

Eine Umweltwissenschaftlerin aus den USA, hat vor anderthalb Jahren beschlossen, gar keinen  Müll mehr zu produzieren.

ZERO WASTE heißt die Bewegung der sie sich angeschlossen hat. Inspiriert wurde sie vor allem von einer Kommilitonin, die täglich ihr Mittagessen in mehrfacher Plastikverpackung transportierte. Nach einem Moment der Selbstreflexion, stellte Lauren Singer fest: Ich produziere selber unglaubliche Mengen an Müll. 

 

 

Auf ihrem Blog „Trash is for Tossers“, das so viel wie „Müll ist für Vollidioten“ bedeutet, berichtet die in New York lebende Umweltwissenschaftlerin täglich, wie ihr Leben ohne Müll funktioniert.

Lauren produziert ihr eigenes Waschmittel, recycled selbst und kompostiert. In anderthalb Jahren produzierte sie nur ein Einmachglas Müll.  Zum Einkaufen verwendet sie nur wiederverwendbare Behältnisse. Müll  bedeutet für Lauren auch, dass sie keine Schuhe und keine Kleidung wegwirft. So zeigt sie, wie ihr Schuhmacher, ihre im Secondhand erworbenen Schuhe wieder wie neu aussehen lässt. Lauren möchte zeigen, dass auch Dinge die so wirken als wären sie nicht mehr verwendbar, reparabel sind.

 

„Trash is for Tossers“ zeigt, dass nachhaltiges Leben auf alle Lebensbereiche geht. Es fängt beim To-Go Becher an, geht über die AsiaBox, die Behältnisse in denen unsere Supermarkteinkäufe verpackt sind und die Kleidung die wir häufig nach kurzer Zeit wieder los werden wollen.

 

Lauren Singers Akt ist radikal, aber sie zeigt, dass es möglich ist, keinen Müll zu produzieren und unsere Umwelt zu schonen. Sich immer wieder bewusst zu machen, dass man gerade wieder einmal Müll produziert, ist ein Anfang.

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