Interview mit Yogalehrerin Daniela Buehler

June 13, 2016

 

 

„Yoga hat mich geerdet“... So fing Yogalehrerin Daniela Buehler vor 20 Jahren an. Sie war direkt begeistert und blieb dran. Heute steht sie in einem wunderschönen Yogastudio in Freiburg, mehrmals die Woche vor vielen Menschen und gibt ihre Faszination weiter. 

 

 

Wie hast du mit Yoga angefangen?

 

Ich habe vor 20 Jahren mit Yoga angefangen. Ich habe bis dahin verschiedene Körperarbeiten ausprobiert und irgendwie hat nichts so richtig gezündet. Als ich dann das erste Mal Yoga gemacht habe, war ich sofort fasziniert.

 

 

Warum wolltest du, dass etwas „zündet“?

 

Ich hatte nie guten Kontakt zum Boden und habe etwas gesucht, dass mich mehr erdet. Durch das Yoga ist mir das besser gelungen. Was mich jedoch zuerst an Yoga fasziniert hat, war die Sprache. Weil ich bei ganz vielen Sachen, die die Yogalehrerin gesagt hat, nicht wusste was sie meint. Daraufhin wollte ich alles verstehen und das hat letztendlich das Interesse in mir geweckt, meinen Körper an den genannten Stellen zu spüren.

 

 

 

Wolltest du gleich Lehrerin werden?

 

Ich bin viele Jahre einfach ein Mal die Woche in die Stunde gegangen und wäre zunächst überhaupt nicht auf die Idee gekommen, Lehrerin zu werden. Ich habe dann irgendwann festgestellt, dass meine erste Yogalehrerin, Felicitas Jovi, mich gepusht hat. Ich musste Übungen vorzeigen. Da habe ich mich gefragt: Was will sie denn eigentlich von mir? Und habe irgendwann gemerkt, dass sie mich eigentlich gefördert hat. Sie war wie eine Mentorin für mich. Wir haben nie darüber gesprochen. Ich bin einfach in ihre Stunde gegangen und habe da mitgemacht und irgendwann hat sich das dann so ein bisschen heraus kristalisiert. In dem Moment ist etwas angegangen und das hat mich an einer tieferen Stelle berührt. Das hat sie gemerkt, da bin ich heute sicher.

 

 

Warum Iyengar Yoga?

 

Meine erste Lehrerin hat parallel eine Ausbildung im Iyengar Yoga gemacht. Dadurch wurden ihre Stunden immer feiner und das fand ich toll. Ich bin so froh, dass ich mit Iyengar Yoga angefangen habe. Mein Körper ist so flexibel, dass ich glaube, dass eine andere Yogaform nicht sinnvoll gewesen wäre, da ich auch einfach Stabilität brauche. Viele denken, Yoga wäre nur diese Beweglichkeit, aber es geht genauso viel um eine Stabilität, wie um Beweglichkeit.

 

 

Ist Yoga für dich etwas Esoterisches?

 

Yoga ist ja eine Lebensphilosophie. Das würde ich den Menschen nie in der ersten Stunde sagen: „Hey, du musst jetzt eine neue Lebensphilosophie übernehmen.“ Für jeden ist das etwas Anderes. Aber das für was es eigentlich steht, ist viel mehr als diese Körperübungen. Wenn ich nur eine körperliche Übung mache, dann ist die für mich leer. Ich hoffe für jeden Schüler, dass er nach einer Stunde merkt, dass auch innerlich etwas passiert ist. Das ist das was wir im Yoga machen. Wir arbeiten von Außen nach Innen. Wir durchdringen die Schichten und kommen dann zu unserem Innersten. Dafür machen wir die körperlichen Übungen. Damit wir kräftig genug sind zu diesen inneren Schichten durchzudringen. Im Prinzip ist Yoga ein Weg der Selbsterkenntnis. Das ist etwas, dass jeder für sich selbst entdecken muss.

 

 

Was sagst du zu Yoga als „Trend“?

 

Ich finde das super. Iyengar hat irgendwann mal auf die Frage, wie es wäre wenn alle Menschen auf der Welt Yoga machen würden geantwortet: „Das wäre der Himmel auf Erden.“

 

 

Glaubst du, dass mehr Frauen als Männer Yoga machen? Und wenn ja, warum?  


Ich glaube, dass liegt daran, dass ich eine Frau bin, die unterrichtet, und dass das viele Männer davon abhält. Vielleicht, weil sie das Gefühl haben, dass sie nicht unter ihres Gleichen sind, oder, dass es ihnen schwer fällt, dass zu machen was eine Frau sagt. Ich glaube, dass es da ganz viele verschiedene Gründe gibt. Bei Männern sind mehr Männer im Unterricht und trotzdem stellen die Frauen die Mehrheit dar.

 

Ich glaube auch, dass Frauen tendenziell sich mehr mit sich selbst auseinandersetzen. Ich weiß nicht wie das in der jüngeren Generation ist, aber ich glaube das braucht einige Generationen bis sich an der Stelle etwas verändert. Ich höre oft, dass Männer zu ihren Frauen sagen: „Ach geh mal zum Yoga und entspann dich mal wieder ein bisschen.“ Als ob wir hier nur herumliegen und atmen(lacht). Männer belächeln das gerne ein bisschen. Ich glaube aber, dass viel Angst dabei ist.

 

 

Machst du auch Yogareisen?

 

Im Moment biete ich ein Mal im Jahr ein Frauenwochenende im Seminarhaus Hollerbühl im Schwarzwald an. Ich selbst fahre mehrmals im Jahr zu Fortbildungen und Retreats im In- und Ausland. Die Retreats finden oft an abgeschiedenen Orten, in ganz einfachen Unterkünfte, mitten in der Natur statt. Das ist dann wie so ein Rückzug, ohne Handy ohne Internet. Einfach mal abtauchen.

 

 

Wie findest du Yoga mit YOIQI Yogawear?


Ich fühle mich einfach total wohl in meinem YOIQI Jumpsuit. Die Yogakleidung ist fast wie eine zweite Haut und durch den Einteiler wird verrutschen vermieden. Dadurch, dass der Jumpsuit so eng anliegt, sieht man auch den Körper von den Schülerinnen und Schülern und kann besser beobachten, ob sie die Übungen richtig ausführen. Einer der Schülerinnen ist es mal passiert, dass sie im Anzug nach Hause gefahren ist und dabei ihre Hose vergessen hat (lacht).

Sie sagte dazu: „Ich war so entspannt, dass ich einfach im Yoga-Anzug gegangen bin.“ Und das, finde ich, spricht wirklich für sich.

 

 

 

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Daniela Buehler ist Yogalehrerin und bietet Schwangerenkurse, Earlybird, Yoga nach der Geburt, Regeneratives Yoga und Yogasamstage an. Ihre Kurse finden im Seminarraumlorretto in der Baslerstraße 42, in Freiburg, statt. Kurspläne und weitere Informationen gibt es auf seminarraumloretto.de und iyengaryogafreiburg.de .

 

 

Schlagwörter: Logo, Yoga, Mode

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